Staatsanwaltschaft Krefeld:  Historie

 

Historie

Der geschichtliche Werdegang der Behörde
Wappen der Stadt Krefeld Quelle: Mit freundlicher Genehmigung der Stadt Krefeld

Nachdem zuvor seit 1887 staatsanwaltschaftliche Aufgaben im Bezirk des Landgerichts Krefeld von Düsseldorfer Staatsanwälten mit Amtssitz in Krefeld wahrgenommen worden waren, wurde eine eigene Staatsanwaltschaft Krefeld im Jahre 1906 errichtet.

Leiter der Staatsanwaltschaft war von 1906 - 1924 Erster Staatsanwalt Harder, der dieser Aufgabe noch mit einer Handvoll Mitarbeiter nachkam. Sein Nachfolger war Oberstaatsanwalt Nagelschmidt, der bis zum Jahre 1933 die Strafjustiz der Weimarer Republik in Krefeld vertrat.

Er musste 1933 der nationalsozialistischen Herrschaft weichen. Die Spur seines Nachfolgers, Oberstaatsanwalt Bovermann, der die Behörde 1934 übernahm, verliert sich in den Wirren des Krieges mit seiner Versetzung nach München.

Wegen der weitgehenden Zuständigkeit von Sonderstaatsanwaltschaften und Sondergerichten gelang es der Krefelder Staatsanwaltschaft, sich den Besonderheiten der nationalsozialistischen Gewaltjustiz weitgehend zu entziehen.

Am 02. November 1945 bestimmte die Militärregierung in Krefeld den früheren Rechtsanwalt Koch zum Leiter der Krefelder Staatsanwaltschaft. Die Behörde umfasste damals 25 Mitarbeiter. Erwähnenswert ist, dass die Staatsanwaltschaft Krefeld bis zum 01. April 1946 auch die Amtsgeschäfte im benachbarten Kleve wahrnahm.

Im Jahre 1952 ging die Leitung der Behörde auf den Wuppertaler Oberstaatsanwalt Hösterey über. 35 Mitarbeiter, davon 7 Staatsanwälte und 3 Amtsanwälte bewältigten in dieser Zeit immerhin 14.000 Anzeigensachen im Jahr.

Die folgenden Jahre waren von einem starken Wachstum an Verfahren und Mitarbeitern gekennzeichnet. Zur Zeit umfasst die Behörde etwa 100 Mitarbeiter, darunter 22 Staatsanwälte und 6 Amtsanwälte.

Die Zahl der eingeleiteten Ermittlungsverfahren belief sich im Jahre 2006 auf 29.069 gegen 48.940 Beschuldigte.

Erledigt wurden im Jahre 2006 29.022 Ermittlungsverfahren.

Demgegenüber stieg die Zahl der Ermittlungsverfahren im Jahr 2007 auf 31.057 gegen insgesamt 55.877 Beschuldigte.

Die Zahl der erledigten Ermittlungsverfahren belief sich im Jahr 2007 auf 30.802.

 

 

 

 

 


 

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